smart Balance Master

Neurocom: smart EquiTest

Das smart Balance Master System von Neurocom ist eines von drei computerisierten, dynamischen Posturographiesystemen. Das System besteht aus einer rotationfähigen Kraftmessplatte und einem beweglichen künstlichen Horizont. Es dient damit der Diagnostik und Therapie im Rahmen einer quantitativen Funktionsdiagnostik bei Gleichgewichts- und Haltungsstörungen.
Damit ist eine differenzierende Untersuchung aller drei (Visus - propriozeptives System - Vestibulum) am Gleichgewicht beteiligten Sinne ermöglicht.

Sämtliche Untersuchungsergebnisse können an Hand von Normwerten verglichen, übersichtlich dargestellt und dokumentiert werden. Die Systeme werden primär über eine schnurlose Fernbedienung gesteuert. Die schnurlose Fernbedienung ermöglicht es dem Untersucher, den Patienten zu betreuen oder zu unterstützen.

Systemunterschiede

Grundsätzlich ist die Messplatte beim smart Balance Master nur in der Lage Rotationsbewegungen durchzuführen. Bezüglich dem künstlichen Horizont gibt es keine Unterschiede. Damit kann im Vergleich zum EquiTest oder smart EquiTest kein Motor Control Test (MCT) durchgeführt werden.

Neurocom - Testmöglichkeiten

neurocomtestprotokolle

Sensory Organisation Test (SOT)

Sensory Organisation Test (SOT)

Während des sechsteiligen Tests werden die somatosensorischen Bedingungen und der künstliche Horizont systematisch geändert und die Patientenreaktion über 3 mögliche Versuche für jeweils 20 Sekunden aufgezeichnet. Die Auslenkung der Kraftmessplatte und des künstlichen Horizonts sind direkt an die Schwankung und damit an die Bewegungsamplitude des Patienten gekoppelt und können ggf. auch gezielt eingestellt werden um die Aufgabenstellung z.B. schwieriger zu machen.
sotconditions

Adaptation Test (ADP)

Adaptation Test (ADP)

 

adaptationtestBei dem Adaptation Test handelt es sich um die Folge von fünf rotatorischen Plattformbewegungen (Zehen auf/ab), die automatische Haltungsreaktionen hervorrufen. Die Messungen lassen die Anpassung des motorsichen Kontrollsystemes erkennen.

  • Rotation der Messplatte 8 Grad in 400 msec (20 Grad/s)
  • Testsequenze bestehend aus fünf zufälligen Tests
  • Zwei Bewegungsrichtungen (Zehen auf/ab)

Limits of Stability (LOS)

Limits of Stability (LOS)

Der LOS Test besteht aus acht einzelnen Tests, die üblicherweis in folgender Reihenfolge durchgeführt werden.

  • 1. Vorwärts
  • 2. Vorwärts-Rechts
  • 3. Rechts
  • 4. Rückwärts-Rechts
  • 5. Rückwärts
  • 6. Rückwärts-Links
  • 7. Links
  • 8. Vorwärts-Links

Der Test qualifiziert zahlreiche Bewegungscharakteristika im Zusammenhang mit der Fähigkeit des Patienten, willkürlich an verschiedene Positionen im Raum zu schwingen und an diesen Positionen kurz das Gleichgewicht zu halten. Jeder Test hat eine Dauer von 8 Sekunden. Folgende Parameter werden gemessen:

  • Reaktionszeit
  • Schwinggeschwindigkeit
  • Richtungskontrolle
  • Abweichung vom Endpunkt und maximale Abweichung

 limitsofstability

Rhythmische Gewichtsverlagerung (RWS)

Rhythmische Gewichtsverlagerung (RWS)

Der RWS Test besteht aus sechs einzelnen Tests, die normalerweise in folgender Reihenfolge durchgeführt werden.

  • 1. Links/Rechts, langsame Geschwindigkeit (Zykluszeit 3 Sekunden)
  • 2. Links/Rechts, mittlere Geschwindigkeit (Zykluszeit 2 Sekunden)
  • 3. Links/Rechts, hohe Geschwindigkeit ( Zykluszeit 1 Sekunde)
  • 4. Vorwärts/Rückwärts, langsame Geschwindigkeit (Zykluszeit 3 Sekunden)
  • 5. Vorwärts/Rückwärts, mittlere Geschwindigkeit (Zykluszeit 2 Sekunden)
  • 6. Vorwärts/Rückwärts, hohe Geschwindigkeit ( Zykluszeit 1 Sekunde)

Dieser Test qualifiziert zwei Fähigkeiten des Probanden. Einerseits willkürlich den Schwerpunkt zu verlagern und andererseits auf rhythmischer Weise von Links-nach-Rechts und Vorwärts-nach-Rückwärts zu „pendeln“. Die gemessenen Parameter lassen einen Rückschluss auf die zielgerichtete Pendelbewegungen als auch auf die ungerichteten Pendelbewegungen zu.

Kniebeugen

Kniebeugen mit unterschiedlichen Kniewinkeln

 

Der Test beurteilt die Fähigkeit im Rahmen der Therapie für Sporttraumalogie oder bei Schlaganfallpatienten Kniebeugen mit einer Flexon von 0°, 30°, 60° und 90° durchzuführen und die Beinkraft bzw. die Bewegungssysmetrie zu beurteilen.
weigthbearingsquat

Unilateraler Stand (US)

Unilateraler Stand (Einbeinstand) US

Einbeinstand mit geöffneten und geschlossenen Augen.
unilateralstand

Drucken E-Mail