Der Quick-ABR-Modus ist zeitoptimiert und damit besonders für das Hörscreening bei Neugeborenen geeignet. Das ABR-Screening erfolgt mit einer automatischen JA/NEIN-Auswertung, die auf einer signalstatistischen Bewertung basiert. Er ist daher für die zweite Stufe des Neugeborenen-Hörscreenings sowie für die direkte Anwendung bei Risikokindern geeignet.
Das Ziel des Neugeborenen-Hörscreenings besteht darin, beidseitige Hörstörungen ab einem Hörverlust von 35 dB zu erkennen. In der Regel wird die AABR-Messung bei Neugeborenen mit einem Primärstimuluspegel von 35 dB nHL durchgeführt. Im Rahmen von Kontroll- oder Follow-up-Untersuchungen kann es erforderlich sein, zusätzlich Messungen mit höheren Stimuluspegeln durchzuführen.
Im AABR-Modus steht als Stimulus ein Breitband-CHIRP (1,0–8,0 kHz) mit einer Stimulusrate von 85 Hz zur Verfügung. Der Stimuluspegel kann wahlweise in dB eHL oder dB nHL eingestellt werden und liegt in einem Bereich von 25 dB bis 55 dB in 5-dB-Schritten. Alternativ kann die Option „Vor der Messung fragen” gewählt werden.
Es stehen altersspezifische Latenzbereiche vom Neugeborenen bis zum Erwachsenen zur Verfügung. Bei Follow-up-Untersuchungen empfiehlt sich ebenfalls die Einstellung „Vor der Messung fragen“, um eine flexible Anpassung an das Alter der Patientinnen und Patienten zu ermöglichen.