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Dynamische Posturographie

Die zukunftsweisende computergestützte dynamische Posturographie (CDP) von BERTEC kombiniert eine immersive virtuelle Realität (IVR) mittels einer Halbkuppel zu einer CDP/IVR™
Bertec - CDP-IVR

Das System besteht aus einer rotatorisch und translatorisch beweglichen Dual-Kraftmessplatte mit 1.000 Hz Aufzeichnung und einem künstlichen Horizont.

Der künstliche Horizont besteht aus einer Halbkugel, kurz Dome genannt, in der mittels eines LCD-Projektors eine alltagsnahe virtuelle Realität dargestellt werden kann. Der Dome für die Immersive Virtual Reality hat eine Abmessung von ca. 1920 mm x 1160 mm und ist aus einem Stück gefertigt, um eine homogene Oberfläche ohne Bezugspunkte und Kanten zu erhalten. Er bietet ein horizontales Sichtfeld von 180° und ein vertikales Sichtfeld von 90°, das vollständig von dem hochwertigen LCD-Projektor mit spezieller Fish-Eye-Linse abgedeckt wird.

Es dient somit der Diagnostik und Therapie im Rahmen der quantitativen Funktionsdiagnostik bei Gleichgewichts- und Haltungsstörungen ohne Sturzgefahr für den Probanden. Es ermöglicht eine differenzierte Untersuchung aller drei am Gleichgewichtssystem beteiligten Subsysteme (visuelles System - somatosensorisches System - vestibuläres System).

Immersive Virtual Reality - Eintauch in die virtuelle Welt

Der Einsatz von virtueller Realität hängt von der subjektiven Verträglichkeit, den körperlichen Voraussetzungen und der Akzeptanz des Patienten ab. Das Gesichtsfeld spielt in Verbindung mit virtueller Realität eine wichtige Rolle in Bezug auf Immersion, Präsenz und Simulator Sickness. Menschen haben ein Sichtfeld von bis zu 210° bis 220° Grad horizontal und 130° bis 140° Grad vertikal. Ein Head-Mounted-Display bietet ein Sichtfeld zwischen 100° bis 110° Grad. Der CDP/IVR Dome bietet ein Sichtfeld von ca. 180° Grad horizontal und 90° Grad vertikal. Vereinfacht lasst sich sagen: Je näher die Virtuelle Realität dem menschlichen Gesichtsfeld kommt, desto höher ist das Präsenzgefühl.

Patientenfreundliches und umfassendes Sicherheitskonzept

Das BERTEC CDP/IVR verfügt über ein umfassendes Sicherheitskonzept, das den Patienten während der gesamten Untersuchung zuverlässig schützt. Dazu gehören eine präventive Sturzsicherung, zwei Not-Aus-Taster, die im Ernstfall sofort reagieren, sowie eine Zwangsentriegelung, die ein unbeabsichtigtes Starten des Systems verhindert.
Die niedrige Einstiegshöhe erleichtert den sicheren Zugang – auch für ältere Menschen oder Patienten mit Bewegungseinschränkungen.
Die Kombination aus stabilem Sicherheitsbügel, eingehängter Sicherheitsweste und Schrittgurt stellt sicher, dass der Proband jederzeit geschützt ist. Das System verhindert zuverlässig, dass der Patient nach vorne kippt oder aus dem Gurtsystem herausrutscht. Dadurch können auch anspruchsvollere Positionen oder Testbedingungen gefahrlos durchgeführt werden, ohne das Vertrauen oder die Sicherheit des Patienten zu beeinträchtigen.

REHATraining

Training zielt darauf ab, vorhandene Fähigkeiten zu verbessern und auszubauen. Dies ist beispielsweise für Leistungssportler wie Alpin-Skifahrer sinnvoll, die ihre Reaktionsfähigkeit, Stabilität und Körperkontrolle weiter optimieren möchten.

Reha-Training hingegen verfolgt das Ziel, beeinträchtigte Funktionen wiederherzustellen oder zu verbessern. Das ist besonders wichtig bei Patienten, die aufgrund eines Schädel-Hirn-Traumas, im Rahmen eines Concussion-Managements oder durch krankhafte Veränderungen Einschränkungen im Gleichgewichtssystem entwickelt haben.

Training und Reha-Training sind entscheidend, weil sie Patienten mit Gleichgewichtsproblemen dabei helfen, ihre Stabilität zu erhöhen, sicherer zu stehen und das Sturzrisiko deutlich zu reduzieren. Durch wiederholtes Üben lernt der Körper, Sinnesinformationen effizienter zu verarbeiten und schneller auf Gleichgewichtsstörungen zu reagieren. Gleichzeitig trägt das Training zum Erhalt von Muskelkraft und Beweglichkeit bei – ein zentraler Faktor für gesunde Langlebigkeit und zur Vorbeugung von Sarkopenie.

Leistungsmerkmale

  • Immersive Virtual Reality
  • Dual-Kraft Messplatte
  • 1.000Hz Aufzeichnung
  • objektive Messungen
  • standardisierte Funktions-/Gleichgewichtstests
  • abgestimmte Trainingsprogramme
  • patientenfreundliches und umfassendes Sicherheitskonzept

Dynamsiche Testsequenzen

  • Sensory Organisation Test (SOT)
  • Motor Control Test (MCT)
  • Adaptation Test (ADT)

Statische Testsequenzen

  • Limits of Stability (LOS)
  • Rhythmic Weight Shift (RWS)
  • Unilateral Stance (US)
  • Weight Bearing Squat (WBS)

REHATraining

  • Schnell-Training
  • Mobilitätstraining
  • Training auf Prinzip der geschlossenen Kette alltagsnaher Bewegungen

Dynamische CDP-IVR Trainingsszenarien

Das CDP bietet zusätzlich statische Trainingsszenarien, deren Schwierigkeitsgrad flexibel anpassbar ist. Geschwindigkeit, Dauer und weitere Parameter lassen sich präzise steuern. Auf Wunsch können kognitive Aufgaben – etwa der Stroop-Effekt – integriert werden, um das Training anspruchsvoller und ganzheitlicher zu gestalten.

  • Felswand
  • Zimmer mit Karomuster
  • Optokinetik

Statische CDP-IVR Trainingszenarien

Für das CDP stehen zusätzlich statische Trainingsszenarien zur Verfügung, die im Schwierigkeitsgrad (Geschwindigkeit, Dauer etc.) angepasst werden können, teilweise aber auch zusätzlich mit kognitiven Aufgaben wie z.B. dem Stroop-Effekt komplexer gestaltet werden können.

  • Schloss-Szenario
  • Flugsimulator
  • Einkaufs-Szenario
  • Optokinetik
  • Promenaden-Szenario
  • Fahrsimulator
  • Park-Szeniaro

Video-Turtorials

Sensory Organisation Test (SOT)

Der Sensory Organization Test (SOT) ist ein wichtiger Bestandteil der Posturographie, der dazu dient, die Fähigkeit des Körpers zu bewerten, Gleichgewicht und Stabilität in verschiedenen sensorischen Bedingungen aufrechtzuerhalten. Bei diesem Test wird der Patient in einem speziellen System auf eine Plattform gestellt, die seine Bewegungen misst, während visuelle und vestibuläre Informationen manipuliert werden. Der SOT analysiert, wie gut das Gleichgewichtssystem des Patienten auf unterschiedliche sensorische Inputs reagiert, indem er verschiedene Szenarien simuliert, wie z. B. das Schließen der Augen oder das Verändern der visuellen Umgebung. Die Ergebnisse helfen dabei, Störungen im Gleichgewichtssystem zu identifizieren und geeignete Therapien zu planen.


Musterausdruck – Sensory Organisation Test CDP/IVR
Motor Control Test (MCT)

Beim Motor Control Test wird überprüft, wie schnell und wirksam das neuromuskuläre System auf unerwartete Bewegungen reagiert. Der Patient steht dabei auf einer Kraftmessplatte, die sich plötzlich vorwärts oder rückwärts verschiebt. Gemessen werden vor allem die Reaktionszeit und die Stabilität der motorischen Antwort. Auffällige Verzögerungen oder asymmetrische Reaktionen können auf Störungen in der motorischen Steuerung oder im Gleichgewichtssystem hinweisen. Der Test ist Teil der computergestützten dynamischen Posturographie und dient dazu, Gleichgewichtsprobleme, neuromuskuläre Defizite und das Sturzrisiko besser beurteilen zu können.


Musterausdruck Motorischer Kontrolltest (MCT) - CDP/IVR
Adaption Test (ADT)

Der Adaptation Test bewertet, wie gut sich das Gleichgewichtssystem an unerwartete Veränderungen der Standfläche anpassen kann. Der Patient steht dabei auf einer Kraftmessplatte, die kurz und unerwartet nach vorne oder hinten kippt. Gemessen wird, wie schnell und effektiv der Körper diese Störung ausgleicht, ohne übermäßig mitzuflexen oder das Gleichgewicht zu verlieren. Unangemessene oder verzögerte Anpassungsreaktionen können auf Probleme in der motorischen Anpassungsfähigkeit oder in der sensomotorischen Steuerung hinweisen. Der Test ist Bestandteil der computergestützten dynamischen Posturographie und hilft, Störungen der Gleichgewichtsreaktionen und des neuromuskulären Trainingsbedarfs zu erkennen.


Musterausdruck Adaption Test (ADT) - CDP/IVR
Limits of stabilty (LOS)

Der Limits-of-Stability-(LOS)-Test ist Teil der Posturographie und bewertet, wie gut eine Person ihr Gleichgewicht kontrollieren kann, während sie sich bewusst an die Grenze ihrer stabilen Haltung bewegt. Der Patient steht dazu auf einer stabilen Plattform und wird aufgefordert, sich gezielt in verschiedene Richtungen zu lehnen oder zu verlagern, ohne dabei einen Schritt zu machen.
Die Limits of Stability (LOS) beschreiben die maximalen Bereiche, in die sich eine Person kontrolliert bewegen kann, ohne das Gleichgewicht zu verlieren. Einfach ausgedrückt zeigen sie, wie weit sich der Körper nach vorne, hinten oder zur Seite neigen lässt, bevor ein Korrekturschritt notwendig wird.
Der Test misst unter anderem die Geschwindigkeit der Gewichtsverlagerung, die Genauigkeit der Zielerreichung und die Kontrolle der Bewegungsrichtung. Dadurch lässt sich beurteilen, wie gut das Gleichgewichtssystem aktiv gesteuert wird und ob Defizite in der Haltungskontrolle oder der motorischen Planung vorliegen.


Musterausdruck – Limits of Stability – CDP/IVR
Rhythmic Weigth Shift (RWS)

Bei der rhythmischen Gewichtsverlagerung, einem zweiteiligen Funktionstest, wird gemessen, wie schnell und wie präzise ein Patient seinen Körperschwerpunkt nach vorne, hinten, links und rechts verlagern kann. Die Bewegungen werden dabei in drei unterschiedlichen Geschwindigkeiten (3-Sekunden-, 2-Sekunden- und 1-Sekunden-Rhythmus) ausgeführt.
Der Test zeigt, wie gut der Patient seine Bewegungsrichtung steuern kann und ob er den Körperschwerpunkt kontrolliert in die vorgegebenen Richtungen verschieben kann, ohne das Gleichgewicht zu verlieren. Gleichzeitig wird erfasst, wie gleichmäßig und fließend diese Bewegungen ausgeführt werden.
Das Ziel des Tests besteht darin, die dynamische posturale Stabilität – also die Fähigkeit, das Gleichgewicht während aktiver Bewegungen zu halten – sowie die motorische Kontrolle bei der bewussten Verlagerung des Körperschwerpunkts einzuschätzen. Dadurch lassen sich Einschränkungen der Gleichgewichtsfähigkeit, Koordinationsprobleme oder unsichere Bewegungsmuster besser erkennen.
Der Test dient außerdem als sinnvolle Alternative zum Limits-of-Stability-(LOS)-Test, insbesondere wenn Patienten aufgrund von Bewegungseinschränkungen, Schmerzen oder neurologischen Defiziten nicht in der Lage sind, sich weit genug in die Zielrichtungen zu lehnen. In solchen Fällen bietet die rhythmische Gewichtsverlagerung eine besser durchführbare Möglichkeit, die aktive Gleichgewichtskontrolle trotzdem zuverlässig zu beurteilen.


Musterausdruck - Gewichtsverlagerung - CDP/IVR
UNILATERAL STANCE (US)

Für die posturale Kontrolle ist eine grundlegende Stabilität des Körpers erforderlich. Dabei spielt der Einbeinstand eine zentrale Rolle, denn beim Gehen besteht jeder Schritt aus einer kurzen Phase, in der das gesamte Körpergewicht auf nur einem Bein getragen wird. Für viele Menschen kann dieser Zustand bereits herausfordernd sein, insbesondere bei Gleichgewichtsstörungen, muskulären Schwächen oder neurologischen Einschränkungen.
Mithilfe des Einbeinstand-Tests kann die statische Stabilität bewertet werden. Dabei wird erfasst, wie gut eine Person in der Lage ist, das Gleichgewicht auf einem Bein zu halten, wie ruhig der Körper bleibt, ob Ausgleichsbewegungen nötig sind und wie lange die Position gehalten werden kann.
Ein wichtiges Ziel des Tests ist es, Unterschiede zwischen dem rechten und dem linken Bein zu erkennen, da Abweichungen auf muskuläre Dysbalancen, koordinative Defizite oder funktionelle Einschränkungen hinweisen können. Zusätzlich liefert der Test eine einfache, aber aussagekräftige Einschätzung der allgemeinen Gleichgewichtsfähigkeit und der Fähigkeit des Körpers, Stabilität im Alltag und beim Gehen aufrechtzuerhalten.


PDF-Symbol Musterausdruck - Einbeinstand - CDP/IVR
Weight Bearing Squat (WBS)

Der Kniebeuge-Test ist ein vierteiliger Funktionstest, der die prozentuale Lastverteilung zwischen beiden Beinen im normalen Stand sowie während Kniebeugen in 30°, 60° und 90° Beugung misst. Dadurch lässt sich erkennen, ob ein Patient beide Beine gleichmäßig belastet oder ob es zu einseitigen Ausweich- oder Schonhaltungen kommt.

Die Kniebeuge ist eine grundlegende Alltagsbewegung, die wir ständig ausführen. Sie erfordert Kraft, Koordination, Gelenkbeweglichkeit und eine gute Gleichgewichtskontrolle. Typische Situationen, in denen die Kniebeuge eine zentrale Rolle spielt, sind:

  • Ein- und Aussteigen aus dem Auto
  • Heben und Tragen von Gegenständen
  • Bücken und Aufrichten, um etwas vom Boden aufzuheben
  • Treppensteigen oder Hinsetzen und Aufstehen

Der Test hilft dabei, Unterschiede in der Beinbelastung, muskuläre Dysbalancen oder kompensatorische Bewegungsmuster frühzeitig zu erkennen. Er liefert wichtige Informationen über die funktionelle Stabilität, die Beinkraft und die Bewegungsqualität des Patienten – entscheidend für eine gezielte Therapie oder Trainingsplanung.


PDF-Symbol Musterausdruck - Kniebeuge CDP/IVR