QScreen
Das QSCREEN erfüllt dabei alle Anforderungen für ein modernes Hörscreening und garantiert eine hohe Validität, Reliabilität und Kosteneffektivität
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Das QScreen ist ein moderner OAE- und AABR-Screener der neuesten Generation. Es arbeitet mit einem der robustesten signalstatistischen PASS/REFER-Kriterien, das seit vielen Jahren in allen ECHO-SCREEN-Geräten eingesetzt wird.
Ein einseitiger Fokus auf eine Screening-Technologie, wie beispielsweise reine AABR, kann mit einem erhöhten Zeitaufwand einhergehen und dadurch indirekt zu höheren Kosten führen. Durch die kombinierte Anwendung von OAE und AABR nach dem Prinzip „so viel TEOAE wie möglich, so viel AABR wie nötig“ lässt sich das zweistufige Screening-Konzept besonders effizient und kostengünstig gestalten. Während TEOAE den schnellen, ressourcenschonenden Ersttest übernimmt, wird AABR gezielt bei Risikokindern oder auffälligen Befunden eingesetzt. Dadurch werden die Untersuchungszeiten optimiert und Personalressourcen sowie der Schulungsaufwand geschont.
Das QScreen unterstützt auch die ASSR-Screening-Messung und ist damit bereits für aktuelle Screening-Herausforderungen, wie sie beispielsweise in der aktuellen CMV-Leitlinie definiert sind, bestens gerüstet.
Leistungsmerkmale
- OAE, AABR & ASSR Screener
- PASS / REFER Ergebnis nach strengen signalstatistischen Kriterien
- QI-Ladetechnologie
- Online Sondensitzkontrolle
- Optimierte Artefakterkennung
- Sonde mit Active-Noise-Cancelation
QScreen Software & Erweiterungsmodule
QScreen Messmodul zur Registrierung der TEOAE im Rahmen des Neugeborenen-Hörscreenings. Die Auswertung erfolgt automatisch auf Basis einer signalstatistischen Bewertung und erfüllt damit die Anforderungen der 1. Stufe des UNHS (Universellen Neugeborenen Hörscreenings) gemäß GBA (Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses).
Innovative OAE Sonde mit "Active-Noise-Cancellation" Funktion, die in der Beschallungstechnik, Luftfahrt und KFZ-Innenraumdämpfung schon länger eingesetzt wird. Dadurch sind auch bedingt Untersuchungen und Messungen im Störschall möglich. Ebenso werden dadurch kürzere Messzeiten im Störschall erzielt.
Im Vergleich zu transient evozierten otoakustischen Emissionen (TEOAE) lassen sich DPOAE über einen breiteren und insbesondere höherfrequenten Frequenzbereich messen. Darüber hinaus ermöglichen sie eine frequenzspezifische Beurteilung der Cochleafunktion, wobei die erfassbaren Frequenzen von der jeweiligen Geräte- und Messsequenzkonfiguration abhängig sind. Dadurch eignen sie sich besonders zur differenzierten Beurteilung hochfrequenter Cochleafunktionen.
DPOAE eignen sich insbesondere zur Verlaufskontrolle, zur objektiven Funktionsdiagnostik der Cochlea sowie als ergänzendes Verfahren in der pädaudiologischen und audiologischen Diagnostik.
QScreen Messmodul zur Registrierung der AABR im Rahmen des Neugeborenen-Hörscreenings oder einer Follow Up Einrichtung. Das Neugeborenen-Hörscreening wird vereinbarungsgemäß (GBA-Beschluss §1) in Deutschland mit der Zielsetzung zur Erkennung von beidseitigen Hörstörungen ab einem Hörverlust von 35 dB durchgeführt. Als Stimulus wird im AABR (UNHS) Modus ein Breitband CHIRP (1.0-8.0 kHz) mit einer Stimulusrate von 85 Hz genutzt. Der Stimuluspegel kann in einem Pegelbereich von 30 dB (nHL) bis 50 dB (nHL) in 5 dB über die optionale QLINK Software eingestellt werden.
Die Auswertung erfolgt automatisch auf Basis einer signalstatistischen Bewertung und erfüllt damit die Anforderungen der 2. Stufe des UNHS (Universellen Neugeborenen-Hörscreenings) gemäß GBA (Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses.)
In Abhängigkeit von der Gerätekonfiguration und der Geräteausstattung kann die AABR-Messung direkt mit der OAE-Sonde (monaural/einseitig) oder in Verbindung mit einem Kopfhörer, Einsteckhörer oder EarCoupler (binaural/beidseitig) durchgeführt werden. Die Messzeit ist ein zentraler Qualitäts- und Effizienzfaktor im Neugeborenen-Hörscreening; ein wesentliches Element dafür ist die binaurale AABR-Messung, die im Vergleich zur monauralen Messung beider Ohren etwa 40 % schneller ist und damit einen effizienteren Messablauf ermöglicht.
Die AABR (UNHS) werden entweder als Kontroll-AABR bei einer auffälligen TEOAE Messung (GBA-Beschluss §5) oder für Risikokinder mit Verdacht auf eine konnatale Hörstörungen gefordert.
Bei cCMV-infizierten Neugeborenen sollte zum Nachweis einer sensorineuralen Schwerhörigkeit die diagnostische, frequenzspezifische Schwellenbestimmung mittels Hirnstammpotenzialen (BERA, ASSR) und die diagnostische Messung otoakustischer Emissionen (TEOAE und DPOAE) eingesetzt werden. Automatisierte Screening-Methoden (aTEOAE, aABR) sind dazu nicht geeignet, da sie keine quantitative und frequenzspezifische Bestimmung des Hörvermögens erlauben.
(Quelle: S2k-Leitlinie Prävention, Diagnostik und Therapie der CMV-Infektion bei Schwangeren und der konnatalen CMV-Infektion bei Neugeborenen und Kindern.Version 1.0 Stand: 30.11.2024)
Die QLink-Software ist die Konfigurations- und Auswertesoftware des QScreen-Hörscreeners. Sie unterstützt die standardisierte Durchführung, automatische Auswertung und Dokumentation von OAE- und AABR-Messungen und ist für den Arbeitsablauf einer Neugeborenenstation optimiert. Das Ziel besteht darin, den Hörstatus ohne aktive Mitarbeit des Patienten reproduzierbar und objektiv zu erfassen.
Die Software führt Anwender strukturiert durch den Dokumentationsprozess und minimiert Anwenderfehler präventiv. Sie verwaltet Patienten- und Messdaten innerhalb der Software sowie direkt auf dem Gerät und stellt die Untersuchungsergebnisse übersichtlich dar. Einerseits unterstützt sie definierte Screening-Protokolle, andererseits die Kommunikation mit den Exportschnittstellen zur Datenübertragung an die Screeningzentralen. Die QLink-Software bildet die Grundlage für eine konsistente Weiterverarbeitung der Daten in Klinik- und Screeningprozessen.
2-Stufen Screening Konzept
Durch die Kombination von TEOAE und AABR in einem Screening-Handgerät kann das 2-stufige Screening Konzept effektiv und kostengünstig durchgeführt werden. Dieses Konzept wurde in der Wessex-Studie getestet und erreichte eine hohe Sensitivität von 91,7% und Spezifität von 98,5% (Quelle: GBA-Beschluss; Tragende Gründe 19. Juni 2008).
QScreen Schallwandler
Die AABR und die ASSR Messung kann entweder direkt mit der OAE-Sonde (monaural/einseitig) oder in Verbindung mit einem Kopfhörer, Einsteckhörer oder EarCoupler (binaural/beidseitig) durchgeführt werden.
Die Messzeit ist ein zentraler Qualitäts- und Effizienzfaktor im Neugeborenen-Hörscreening; ein wesentliches Element dafür ist die binaurale AABR-Messung, die im Vergleich zur monauralen Messung beider Ohren etwa 40 % schneller ist und damit einen effizienteren Messablauf ermöglicht.
Touchscreen & Bardcodescanner
Im Neugeborenen-Hörscreening stellt die unvollständige Verfügbarkeit von Patientendaten besondere Anforderungen an Datenerfassung und Workflow. QScreen ist für diese Situation ausgelegt und ermöglicht eine flexible, sichere Erfassung und Eingabe von Untersuchungsdaten auch bei vorläufigen oder fehlenden Stammdaten.
Die Daten können je nach Bedarf vor oder nach der Messung über den TouchScreen oder die Software erfasst oder nachbearbeitet werden. Der integrierte BarCode Scanner erfasst die Screening ID direkt aus dem Gelben Heft.
QDock mit
QI-Ladetechnik
Lade- & Basisstation mit USB-, PC- und Bluetooth Schnittstelle
Durch die integrierte QI-Ladetechnologie wird das Gerät ausschließlich durch Auflegen auf die QDOCK-Basisstation geladen. Am QScreen-Handgerät sind keine Buchsen oder Steckanschlüsse erforderlich. Dadurch entfallen sowohl elektrischer als auch mechanischer Verschleiß von Kontakten durch wiederholtes An- und Abstecken. Gleichzeitig wird die hygienische Sicherheit erhöht, da keine Öffnungen vorhanden sind, über die Reinigungs- oder Desinfektionsmittel in das Geräteinnere gelangen können.
Die QDOCK-Basisstation ist aus Datenschutzgründen fest per Bluetooth mit dem QScreen gekoppelt und verhindert so den Zugriff nicht autorisierter Geräte. Über integrierte Kommunikationsschnittstellen unterstützt sie eine nahtlose Einbindung in bestehende Arbeitsabläufe, beispielsweise durch den direkten Etikettendruck am Untersuchungsplatz oder die automatische Datenübertragung an eine Screeningzentrale.
In Verbindung mit der optionalen QLINK-Software ermöglicht das System eine strukturierte, bidirektionale Datenkommunikation. Mess- und Patientendaten werden zentral erfasst und weiterverarbeitet, während standardisierte Messprofile und Geräteeinstellungen zentral vorgegeben und auf die Geräte verteilt werden können. Dies unterstützt konsistente Untersuchungsabläufe und eine revisionssichere Dokumentation.
Funkmodem
Funkmodem zur direkten Datenübertragung aus einem QSCREEN an eine Screeningzentrale
Über das Funkmodem ist ein direkter, gesicherter Datenaustausch der Untersuchungsdaten mit der Screeningzentrale in Köln oder Münster möglich. Gleichzeitig erfolgt die Gerätekonfiguration zentral über die Screeningzentrale, wodurch einheitliche Einstellungen, standardisierte Messabläufe sowie eine zentrale Fernadministration der Geräte unterstützt werden.
Dokumentation & UNHS - Tracking
Screeningzentralen sind ein zentrales Element des Neugeborenen-Hörscreenings. Sie stellen die vollständige Erfassung, Dokumentation und Nachverfolgung aller Screening-Ergebnisse sicher und verhindern den Verlust auffälliger Befunde im Screeningprozess. Durch strukturiertes Tracking und qualitätsgesicherte Abläufe ermöglichen sie eine frühzeitige audiologische Diagnostik und erfüllen die Vorgaben des G-BA.
Die Anbindung an Screeningzentralen kann abhängig von regionalen Strukturen unterschiedlich erfolgen. Möglich sind cloudbasierte Datenübertragungen, Funkmodem-Lösungen, lokale Netzwerke oder weitere technische Schnittstellen. Die Auswahl richtet sich nach den Anforderungen der jeweiligen Screeningzentrale sowie den organisatorischen und IT-Gegebenheiten der Einrichtung.
QScreen Gerätekonfiguration
| Barcode | TEOAE | DPOAE | AABR | ASSR | QLink | Funkmodem | |
| QScreen T | X | X | O | O | O | O | O |
| QScreen TA | X | X | O | X | O | O | O |
| QScreen TDA | X | X | X | X | O | O | O |
Legende: X = inklusive O = optional - = nicht möglich


