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MiniTorque

Programmierbarer Dreh- und Pendelstuhl mit leistungsstarkem Direktantrieb für den Einsatz in Klinik und Forschung
DIFRA - Dreh- und Pendelstuhl MiniTorque

Der programmierbare Dreh- und Pendelstuhl ermöglicht eine standardisierte und reproduzierbare vestibuläre Funktionsdiagnostik unter kontrollierten Bewegungsreizen. Er ergänzt die kalorische Prüfung sinnvoll und unterstützt eine alltagsnahe, strukturierte Beurteilung des vestibulären Systems in Klinik und in der Forschung


Steuerung und Programmierung
Der Direktantrieb ermöglicht eine höhe Positionsgenauigkeit, sicherere Reproduzierbarkeit und eine hohe Lebensdauer. Darüber hinaus stehen höhere Drehmomente und schnellere Reaktionszeiten zur Verfügung, was insbesondere bei schweren Patienten oder anspruchsvollen Beschleunigungsprofilen von Bedeutung ist. Steuerung und Auswertung erfolgen über die DISOFT-II Software. Die tatsächliche Bewegung des Stuhls wird synchron mit der Messung aufgezeichnet und dokumentiert. Reizparameter wie Beschleunigung, Endgeschwindigkeit und Zeitdauer können gezielt über die Software angepasst werden. Damit sind alle Stimulationsparameter, Bewegungsprofile, Auswertungen und Messfunktionen sind in einer gemeinsamen Software zusammengeführt.


Flexibler Einsatz
Der variable Patientenstuhl mit Greiner-Oberteil ermöglicht verschiedene Untersuchungspositionen. Es können mehrere feste Stuhlpositionen programmiert werden. Dadurch ist bei Bedarf auch eine kalorische Prüfung in definierter Patientenlage, eine Lage-/Lagerungsprüfung oder Optokinetik möglich.

Leistungsmerkmale

  • Programmierbare fixe Positionen
  • Sicherheitsschalter für Patient und Untersucher
  • Schultergurte
  • Niedrige Patienteneinstiegshöhe
  • Bodenverankerung möglich

DiSoft
Software

Die DiSoft-Software zur Ansteuerung, Aufzeichnung und Auswertung kalorischer Tests inkl. Lage- und Lagerungsprüfungen, Video-Kopfimpulstests, Dreh- und Pendelprüfungen oder Okulographie ermöglicht eine flexible Konfiguration von Tests und Messsequenzen sowie eine strukturierte Messdatenverwaltung.


Ergänzende Funktionen wie Fernsteuerung oder Sprachunterstützung bei kalorischen Untersuchungen, Aufzeichnung der Stuhlpositionen beim Einsatz von Dreh- und Pendelstühlen sowie Videoaufzeichnungen unterstützen standardisierte Untersuchungsabläufe und eine schnelle und effektive Untersuchungsdurchführung. Einzelne Tests können gezielt wiederholt und in die Auswertung einbezogen werden. Über den integrierten Formulargenerator können Reports an Ihre Bedürfnisse angepasst werden.


Über eine GDT-Schnittstelle kann die DiSoft-Software an das Avantgarde-Messdatensammelsystem angebunden oder direkt an die Praxis-EDV angebunden werden. Dadurch wird eine strukturierte, herstellerübergreifende Weiterverarbeitung audiologischer Messdaten ermöglicht.

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Patientenkomfort &
Patientensicherheit

Der Einsatz von zwei Schultergurten ermöglicht eine stabile Fixierung des Oberkörpers und reduziert seitliche sowie vertikale Relativbewegungen des Patienten, insbesondere bei Patienten mit eingeschränkter Eigenstabilität. Dies trägt zu einer sicheren, reproduzierbaren Untersuchungsposition bei, insbesondere bei dynamischen Bewegungsprofilen.


Eine niedrige Patienteneinstiegshöhe unterstützt einen sicheren Ein- und Ausstieg und verbessert sowohl die Patientensicherheit und den Patientenkomfort, insbesondere bei älteren oder mobilitätseingeschränkten Patienten.


Es gibt jeweils einen Sicherheitsschalter (Not-Aus) für Patienten und Untersucher, um den Stuhl sicher und kontrolliert zu stoppen. Ein zusätzlicher Neigungsschalter verhindert das Anlaufen des Stuhls, wenn dieser nicht in senkrechter Position ist. Damit ist eine Fehlbedienung ausgeschlossen.


Messmöglichkeiten
& Erweiterungen

Die DIFRA Dreh- und Pendelstühle Minitorque und Nanotorque lassen sich flexibel mit den DIFRA Kamerasystemen NysStar (monokular), HeadStar (monokular) und NysStar II (binokular) kombinieren. Daraus ergeben sich folgende Mess- und Untersuchungsoptionen:

  • VNG-Basisdiagnostik: Umfassende Analyse von Spontannystagmus sowie Lage- und Lagerungsnystagmus inklusive präziser kalorischer Prüfung
  • vHIT Lateral: Schnelle und zuverlässige Untersuchung der lateralen Bogengänge mit integrierter SHIMP-Funktion zur erweiterten Funktionsanalyse
  • vHIT – alle Kanäle: Vollständige Erfassung aller Bogengänge (LARP, RALP und lateral) für eine differenzierte und ganzheitliche Vestibularanalyse
  • VNG-Okulographie: Detaillierte Untersuchung der okulomotorischen Funktionen wie glatte Blickfolge, Fixesakkaden, Zufallssakkaden und Optokinetik
  • Dreh- und Pendelprüfung: Pendeltest (Sinusbewegung), gedämpfter Pendeltest (gedämpfte Sinusbewegung), Trapeztest (RIDT-Test / Schnellstopp) sowie Cervical-Test zur realitätsnahen Beurteilung des vestibulären Systems

MiniTorque
Leitstungsstarker
Direktantrieb

Beim Riemenantrieb erfolgt die Kraftübertragung indirekt über einen Riemen zwischen Motor und Antriebseinheit. Dieses Prinzip wirkt schwingungsdämpfend und ermöglicht einen ruhigen Lauf. Systeme mit Riemenantrieb sind in der Regel kostengünstiger in der Anschaffung. Nachteilig sind der mechanisch bedingte Verschleiß des Keilriemens und der damit verbundene regelmäßige Wartungsbedarf. Zudem führt der unvermeidliche Schlupf zu einem geringeren Wirkungsgrad und einer begrenzten Präzision im Vergleich zu direkt angetriebenen Systemen.


Beim Direktantrieb ist der Motor unmittelbar mit der Drehachse gekoppelt, ohne zwischengeschaltete mechanische Komponenten. Dies ermöglicht eine höhere Positionsgenauigkeit, bessere Reproduzierbarkeit und eine hohe Langzeitstabilität. Darüber hinaus stehen höhere Drehmomente und schnellere Reaktionszeiten zur Verfügung, was insbesondere bei schweren Patienten oder anspruchsvollen Beschleunigungsprofilen von Bedeutung ist.

Versorgung und mechanische Rahmenbedingungen: Der MiniTorque mit Direktantrieb wird üblicherweise mit Drehstrom (380/400 V) betrieben. Alternativ existiert mit dem riemenbetriebenen NanoTorque eine kompakte Lösung, die mit niedrigeren Versorgungsspannungen (z. B. 250 V) auskommen.


Die realisierbaren Beschleunigungswerte eines Dreh- und Pendelstuhls hängen weniger vom Antriebskonzept als vielmehr von der mechanischen Installation ab. Entscheidend ist insbesondere, ob der Stuhl fest mit dem Boden verschraubt werden kann, da dies die maximal zulässigen Kräfte und die Betriebssicherheit maßgeblich beeinflusst.