Geschrieben von Super User am . Veröffentlicht in QScreen.
QScreen
Neugeborenen-Hörscreening
Das QSCREEN erfüllt dabei alle Anforderungen für ein modernes Hörscreening und garantiert eine hohe Validität, Reliabilität und Kosteneffektivität
Das QScreen ist ein moderner OAE- und AABR-Screener der neuesten Generation. Es arbeitet mit einem der robustesten signalstatistischen PASS/REFER-Kriterien, das seit vielen Jahren in allen ECHO-SCREEN-Geräten eingesetzt wird.
Ein einseitiger Fokus auf eine Screening-Technologie, wie beispielsweise reine AABR, kann mit einem erhöhten Zeitaufwand einhergehen und dadurch indirekt zu höheren Kosten führen.
Durch die kombinierte Anwendung von OAE und AABR nach dem Prinzip „so viel TEOAE wie möglich, so viel AABR wie nötig“ lässt sich das zweistufige Screening-Konzept besonders effizient und kostengünstig gestalten. Während TEOAE den schnellen, ressourcenschonenden Ersttest übernimmt, wird AABR gezielt bei Risikokindern oder auffälligen Befunden eingesetzt. Dadurch werden die Untersuchungszeiten optimiert und Personalressourcen sowie der Schulungsaufwand geschont.
Das QScreen unterstützt auch die ASSR-Screening-Messung und ist damit bereits für aktuelle Screening-Herausforderungen, wie sie beispielsweise in der aktuellen CMV-Leitlinie definiert sind, bestens gerüstet.
Leistungsmerkmale
OAE, AABR & ASSR Screener
PASS / REFER Ergebnis nach strengen signalstatistischen Kriterien
QScreen Messmodul zur Registrierung der TEOAE im Rahmen des Neugeborenen-Hörscreenings. Die Auswertung erfolgt automatisch auf Basis einer signalstatistischen Bewertung und erfüllt damit die Anforderungen der 1. Stufe des UNHS (Universellen Neugeborenen Hörscreenings) gemäß GBA (Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses).
Innovative OAE Sonde mit "Active-Noise-Cancellation" Funktion, die in der Beschallungstechnik, Luftfahrt und KFZ-Innenraumdämpfung schon länger eingesetzt wird. Dadurch sind auch bedingt Untersuchungen und Messungen im Störschall möglich. Ebenso werden dadurch kürzere Messzeiten im Störschall erzielt.
Im Vergleich zu transient evozierten otoakustischen Emissionen (TEOAE) lassen sich DPOAE über einen breiteren und insbesondere höherfrequenten Frequenzbereich messen. Darüber hinaus ermöglichen sie eine frequenzspezifische Beurteilung der Cochleafunktion, wobei die erfassbaren Frequenzen von der jeweiligen Geräte- und Messsequenzkonfiguration abhängig sind. Dadurch eignen sie sich besonders zur differenzierten Beurteilung hochfrequenter Cochleafunktionen.
DPOAE eignen sich insbesondere zur Verlaufskontrolle, zur objektiven Funktionsdiagnostik der Cochlea sowie als ergänzendes Verfahren in der pädaudiologischen und audiologischen Diagnostik.
QScreen Messmodul zur Registrierung der AABR im Rahmen des Neugeborenen-Hörscreenings oder einer Follow Up Einrichtung. Das Neugeborenen-Hörscreening wird vereinbarungsgemäß (GBA-Beschluss §1) in Deutschland mit der Zielsetzung zur Erkennung von beidseitigen Hörstörungen ab einem Hörverlust von 35 dB durchgeführt. Als Stimulus wird im AABR (UNHS) Modus ein Breitband CHIRP (1.0-8.0 kHz) mit einer Stimulusrate von 85 Hz genutzt. Der Stimuluspegel kann in einem Pegelbereich von 30 dB (nHL) bis 50 dB (nHL) in 5 dB über die optionale QLINK Software eingestellt werden.
Die Auswertung erfolgt automatisch auf Basis einer signalstatistischen Bewertung und erfüllt damit die Anforderungen der 2. Stufe des UNHS (Universellen Neugeborenen-Hörscreenings) gemäß GBA (Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses.)
In Abhängigkeit von der Gerätekonfiguration und der Geräteausstattung kann die AABR-Messung direkt mit der OAE-Sonde (monaural/einseitig) oder in Verbindung mit einem Kopfhörer, Einsteckhörer oder EarCoupler (binaural/beidseitig) durchgeführt werden. Die Messzeit ist ein zentraler Qualitäts- und Effizienzfaktor im Neugeborenen-Hörscreening; ein wesentliches Element dafür ist die binaurale AABR-Messung, die im Vergleich zur monauralen Messung beider Ohren etwa 40 % schneller ist und damit einen effizienteren Messablauf ermöglicht.
Die AABR (UNHS) werden entweder als Kontroll-AABR bei einer auffälligen TEOAE Messung (GBA-Beschluss §5) oder für Risikokinder mit Verdacht auf eine konnatale Hörstörungen gefordert.
Bei cCMV-infizierten Neugeborenen sollte zum Nachweis einer sensorineuralen
Schwerhörigkeit die diagnostische, frequenzspezifische Schwellenbestimmung mittels
Hirnstammpotenzialen (BERA, ASSR) und die diagnostische Messung otoakustischer
Emissionen (TEOAE und DPOAE) eingesetzt werden. Automatisierte Screening-Methoden
(aTEOAE, aABR) sind dazu nicht geeignet, da sie keine quantitative und frequenzspezifische
Bestimmung des Hörvermögens erlauben.
(Quelle: S2k-Leitlinie Prävention, Diagnostik und Therapie der CMV-Infektion bei Schwangeren und der konnatalen CMV-Infektion bei Neugeborenen und Kindern.Version 1.0 Stand: 30.11.2024)
Die QLink-Software ist die Konfigurations- und Auswertesoftware des QScreen-Hörscreeners. Sie unterstützt die standardisierte Durchführung, automatische Auswertung und Dokumentation von OAE- und AABR-Messungen und ist für den Arbeitsablauf einer Neugeborenenstation optimiert. Das Ziel besteht darin, den Hörstatus ohne aktive Mitarbeit des Patienten reproduzierbar und objektiv zu erfassen.
Die Software führt Anwender strukturiert durch den Dokumentationsprozess und minimiert Anwenderfehler präventiv. Sie verwaltet Patienten- und Messdaten innerhalb der Software sowie direkt auf dem Gerät und stellt die Untersuchungsergebnisse übersichtlich dar. Einerseits unterstützt sie definierte Screening-Protokolle, andererseits die Kommunikation mit den Exportschnittstellen zur Datenübertragung an die Screeningzentralen. Die QLink-Software bildet die Grundlage für eine konsistente Weiterverarbeitung der Daten in Klinik- und Screeningprozessen.
Durch die Kombination von TEOAE und AABR in einem Screening-Handgerät kann das 2-stufige Screening Konzept effektiv und kostengünstig durchgeführt werden. Dieses Konzept wurde in der Wessex-Studie getestet und erreichte eine hohe Sensitivität von 91,7% und Spezifität von 98,5% (Quelle: GBA-Beschluss; Tragende Gründe 19. Juni 2008).
Die AABR und die ASSR Messung kann entweder direkt mit der OAE-Sonde (monaural/einseitig) oder in Verbindung mit einem Kopfhörer, Einsteckhörer oder EarCoupler (binaural/beidseitig) durchgeführt werden.
Die Messzeit ist ein zentraler Qualitäts- und Effizienzfaktor im Neugeborenen-Hörscreening; ein wesentliches Element dafür ist die binaurale AABR-Messung, die im Vergleich zur monauralen Messung beider Ohren etwa 40 % schneller ist und damit einen effizienteren Messablauf ermöglicht.
Touchscreen &
Bardcodescanner
Im Neugeborenen-Hörscreening stellt die unvollständige Verfügbarkeit von Patientendaten besondere Anforderungen an Datenerfassung und Workflow. QScreen ist für diese Situation ausgelegt und ermöglicht eine flexible, sichere Erfassung und Eingabe von Untersuchungsdaten auch bei vorläufigen oder fehlenden Stammdaten.
Die Daten können je nach Bedarf vor oder nach der Messung über den TouchScreen oder die Software erfasst oder nachbearbeitet werden. Der integrierte BarCode Scanner erfasst die Screening ID direkt aus dem Gelben Heft.
QDock mit
QI-Ladetechnik
Lade- & Basisstation mit USB-, PC- und Bluetooth Schnittstelle
Durch die integrierte QI-Ladetechnologie wird das Gerät ausschließlich durch Auflegen auf die QDOCK-Basisstation geladen. Am QScreen-Handgerät sind keine Buchsen oder Steckanschlüsse erforderlich. Dadurch entfallen sowohl elektrischer als auch mechanischer Verschleiß von Kontakten durch wiederholtes An- und Abstecken. Gleichzeitig wird die hygienische Sicherheit erhöht, da keine Öffnungen vorhanden sind, über die Reinigungs- oder Desinfektionsmittel in das Geräteinnere gelangen können.
Die QDOCK-Basisstation ist aus Datenschutzgründen fest per Bluetooth mit dem QScreen gekoppelt und verhindert so den Zugriff nicht autorisierter Geräte. Über integrierte Kommunikationsschnittstellen unterstützt sie eine nahtlose Einbindung in bestehende Arbeitsabläufe, beispielsweise durch den direkten Etikettendruck am Untersuchungsplatz oder die automatische Datenübertragung an eine Screeningzentrale.
In Verbindung mit der optionalen QLINK-Software ermöglicht das System eine strukturierte, bidirektionale Datenkommunikation. Mess- und Patientendaten werden zentral erfasst und weiterverarbeitet, während standardisierte Messprofile und Geräteeinstellungen zentral vorgegeben und auf die Geräte verteilt werden können. Dies unterstützt konsistente Untersuchungsabläufe und eine revisionssichere Dokumentation.
Funkmodem
Funkmodem zur direkten Datenübertragung aus einem QSCREEN an eine Screeningzentrale
Über das Funkmodem ist ein direkter, gesicherter Datenaustausch der Untersuchungsdaten mit der Screeningzentrale in Köln oder Münster möglich. Gleichzeitig erfolgt die Gerätekonfiguration zentral über die Screeningzentrale, wodurch einheitliche Einstellungen, standardisierte Messabläufe sowie eine zentrale Fernadministration der Geräte unterstützt werden.
Dokumentation & UNHS - Tracking
Screeningzentralen sind ein zentrales Element des Neugeborenen-Hörscreenings. Sie stellen die vollständige Erfassung, Dokumentation und Nachverfolgung aller Screening-Ergebnisse sicher und verhindern den Verlust auffälliger Befunde im Screeningprozess. Durch strukturiertes Tracking und qualitätsgesicherte Abläufe ermöglichen sie eine frühzeitige audiologische Diagnostik und erfüllen die Vorgaben des G-BA.
Die Anbindung an Screeningzentralen kann abhängig von regionalen Strukturen unterschiedlich erfolgen. Möglich sind cloudbasierte Datenübertragungen, Funkmodem-Lösungen, lokale Netzwerke oder weitere technische Schnittstellen. Die Auswahl richtet sich nach den Anforderungen der jeweiligen Screeningzentrale sowie den organisatorischen und IT-Gegebenheiten der Einrichtung.
Funkmodem
Daten-Cloud
Computer-Lösung
QScreen Gerätekonfiguration
Barcode
TEOAE
DPOAE
AABR
ASSR
QLink
Funkmodem
QScreen T
X
X
O
O
O
O
O
QScreen TA
X
X
O
X
O
O
O
QScreen TDA
X
X
X
X
O
O
O
Legende: X = inklusive O = optional - = nicht möglich
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QScreen TEOAE (UNHS) Erweiterungsmodul
Die Kombination aus OAE-Screening und Signalstatistik bietet die höchstmögliche diagnostische Qualität und ist die Grundlage für ein effizientes Neugeborenen-Hörscreening
Der QSCREEN TEOAE (UNHS) Modus ist als reiner Screening-Test konzipiert und arbeitet mit einem signalstatistischen Abbruchkriterium. Dieses Abbruchkriterium basiert auf einem festen signalstatistischen Schwellenwert mit einer Irrtumswahrscheinlichkeit von lediglich 0,3 % (entspricht einer Sicherheit von 99,7 %). Dadurch ist die Messsicherheit im Vergleich zu klassischen TEOAE-Screenings, die auf einem festen Signal-Rausch-Verhältnis von 4 dB oder 6 dB basieren, deutlich höher. Gleichzeitig ermöglicht das signalstatistische Verfahren eine objektive und reproduzierbare Entscheidungsfindung bei in der Regel kürzeren Messzeiten.
Im TEOAE-Bereich stehen mit dem TEOAE-Quick-Modus und dem TEOAE-Diagnostik-Modus zwei unterschiedliche Messmodi zur Verfügung.
Der TEOAE-Quick-Modus ist speziell für das Neugeborenen-Hörscreening ausgelegt, während der TEOAE-Diagnostik-Modus für die weiterführende audiologische Diagnostik eingesetzt wird.
TEOAE - Kalibrierung
Vor der eigentlichen Messung wird eine mehrstufige Kalibrierung durchgeführt, um eine zuverlässige und reproduzierbare Messung sicherzustellen.
Da jeder Gehörgang – insbesondere in Abhängigkeit von Alter und anatomischer Größe – individuell ist, wird im ersten Schritt der Stimuluspegel automatisch an das jeweilige Gehörgangsvolumen angepasst. Dadurch wird eine korrekte Pegelabgabe im kalibrierten Gehörgang gewährleistet.
Die Messsonde ist mit zwei Lautsprechern ausgestattet. Im zweiten Schritt wird die Symmetrie beider Lautsprecher überprüft. So kann sichergestellt werden, dass kein Lautsprecher beispielsweise durch Cerumen, Feuchtigkeit oder andere Einflüsse beeinträchtigt oder teilweise verschlossen ist.
Im letzten Kalibrierschritt wird geprüft, ob Sonde und Ohrstöpsel korrekt positioniert sind und der Gehörgang akustisch dicht abgeschlossen ist. Eine unzureichende Abdichtung würde die Messqualität negativ beeinflussen.
Im Kalibriermodus kann zwischen einem Expertenmodus mit detaillierten Anzeigen und einem einfachen Ampelmodell zur schnellen und intuitiven Beurteilung umgeschaltet werden.
TEOAE - Quick Messung
Der TEOAE-Quick-Modus ist als reiner Screening-Test konzipiert und arbeitet mit einem signalstatistischen Abbruchkriterium. Dieses Abbruchkriterium basiert auf einem festen signalstatistischen Schwellenwert mit einer Irrtumswahrscheinlichkeit von lediglich 0,3 % (entspricht einer Sicherheit von 99,7 %). Dadurch ist die Messsicherheit im Vergleich zu klassischen TEOAE-Screenings, die auf einem festen Signal-Rausch-Verhältnis von 4 dB oder 6 dB basieren, deutlich höher.
TEOAE - Quick PASS
Der TEOAE-Quick-Modus ist als reiner Screening-Test konzipiert und arbeitet mit einem signalstatistischen Abbruchkriterium. Dieses Abbruchkriterium basiert auf einem festen signalstatistischen Schwellenwert mit einer Irrtumswahrscheinlichkeit von lediglich 0,3 % (entspricht einer Sicherheit von 99,7 %). Dadurch ist die Messsicherheit im Vergleich zu klassischen TEOAE-Screenings, die auf einem festen Signal-Rausch-Verhältnis von 4 dB oder 6 dB basieren, deutlich höher.
TEOAE - Diagnostik Messung
Im TEOAE-Diagnostik-Modus können in den Einstellungen verschiedene mess- und auswertungsrelevante Parameter individuell angepasst werden, um die Untersuchung optimal an die jeweilige Fragestellung anzupassen.
Grundsätzlich gelten TEOAEs im Vergleich zu DPOAEs als weniger frequenzspezifisch, da sie durch breitbandige Reize ausgelöst werden. Dennoch lassen sich TEOAEs aufgrund der unterschiedlichen Signallaufzeiten (zeitliche Fensterung) einzelnen Frequenzbändern zuordnen. Dadurch ist eine frequenzabhängige Analyse der Emissionsantwort möglich, die eine differenziertere Beurteilung der cochleären Funktion erlaubt.
TEOAE - Diagnostik PASS
Im TEOAE-Diagnostikmodus wird der Signal-Rausch-Abstand (Signal-Noise-Ratio, SNR) der einzelnen Frequenzbänder separat ausgewertet. Der SNR stellt dabei ein zentrales Qualitäts- und Entscheidungskriterium dar, da er angibt, wie deutlich das otoakustische Emissionssignal gegenüber dem Hintergrundrauschen hervortritt.
Ein ausreichend hoher SNR ermöglicht eine zuverlässige Beurteilung der cochleären Funktion in den jeweiligen Frequenzbereichen, während niedrige SNR-Werte auf Störeinflüsse, eine unzureichende Messbedingung oder eine eingeschränkte äußere Haarzellfunktion hinweisen können.
TEOAE - Diagnostik Einstellungen (1/2)
In den TEOAE-Diagnostikeinstellungen können der Stimulustyp, der Stimuluspegel und die Messdauer eingestellt werden.
TEOAE - Diagnostik Einstellungen (2/2)
Im zweiten Teil der TEOAE-Diagnostik, dem Menü „Einstellungen“, kann festgelegt werden, wie viele Frequenzbänder während der Messung ein gültiges Ergebnis liefern müssen, um insgesamt ein „PASS“ zu erreichen.
Zusätzlich lassen sich für jedes einzelne Frequenzband die erforderlichen Signal-Rausch-Abstände (SNR) individuell definieren. Erst wenn der jeweilige SNR-Schwellenwert erreicht oder überschritten wird, wird das entsprechende Frequenzband als „PASS“ gewertet.
Diese flexible Parametrierung ermöglicht eine anwendungs- und patientenspezifische Anpassung der Messkriterien, beispielsweise für Screening- oder diagnostische Fragestellungen.
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QScreen AABR (UNHS) Modul
Das QScreen AABR (UNHS) Modul ermöglicht ein sicheres und effizientes Hörscreening bei Neugeborenen
Das Neugeborenen-Hörscreening wird in Deutschland gemäß Beschluss des Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA) durchgeführt. Ziel ist die frühzeitige Erkennung beidseitiger Hörstörungen ab einem Hörverlust von ≥ 35 dB.
Im AABR-Modus des universellen Neugeborenen-Hörscreenings (UNHS) wird ein breitbandiger CHIRP-Stimulus (1,0–8,0 kHz) mit einer Stimulusrate von 85 Hz eingesetzt. Der Stimuluspegel ist über die AccuLink Software im Bereich von 30 bis 50 dB nHL in 5-dB-Schritten einstellbar. Die Messung kann über die OAE-Sonde oder alternativ über EarCoupler erfolgen.
Die Auswertung erfolgt vollautomatisch auf Basis signalstatistischer Kriterien und erfüllt die Anforderungen der zweiten Stufe des UNHS gemäß G-BA-Beschluss.
AABR-Messungen sind als Kontrolluntersuchung nach auffälliger TEOAE-Messung (G-BA Beschluss §5) vorgesehen sowie primär bei Neugeborenen mit Risikofaktoren für konnatale Hörstörungen.
AABR - Tutorial
QScreen - Hauptmenü
Im TEOAE-Bereich stehen mit dem TEOAE-Quick-Modus und dem TEOAE-Diagnostik-Modus zwei unterschiedliche Messmodi zur Verfügung.
Der TEOAE-Quick-Modus ist speziell für das Neugeborenen-Hörscreening ausgelegt, während der TEOAE-Diagnostik-Modus für die weiterführende audiologische Diagnostik eingesetzt wird.
QScreen - Messauswahl
Vor der eigentlichen Messung wird eine mehrstufige Kalibrierung durchgeführt, um eine zuverlässige und reproduzierbare Messung sicherzustellen.
Da jeder Gehörgang – insbesondere in Abhängigkeit von Alter und anatomischer Größe – individuell ist, wird im ersten Schritt der Stimuluspegel automatisch an das jeweilige Gehörgangsvolumen angepasst. Dadurch wird eine korrekte Pegelabgabe im kalibrierten Gehörgang gewährleistet.
Die Messsonde ist mit zwei Lautsprechern ausgestattet. Im zweiten Schritt wird die Symmetrie beider Lautsprecher überprüft. So kann sichergestellt werden, dass kein Lautsprecher beispielsweise durch Cerumen, Feuchtigkeit oder andere Einflüsse beeinträchtigt oder teilweise verschlossen ist.
Im letzten Kalibrierschritt wird geprüft, ob Sonde und Ohrstöpsel korrekt positioniert sind und der Gehörgang akustisch dicht abgeschlossen ist. Eine unzureichende Abdichtung würde die Messqualität negativ beeinflussen.
Im Kalibriermodus kann zwischen einem Expertenmodus mit detaillierten Anzeigen und einem einfachen Ampelmodell zur schnellen und intuitiven Beurteilung umgeschaltet werden.
QScreen - Kalibrierung
Der TEOAE-Quick-Modus ist als reiner Screening-Test konzipiert und arbeitet mit einem signalstatistischen Abbruchkriterium. Dieses Abbruchkriterium basiert auf einem festen signalstatistischen Schwellenwert mit einer Irrtumswahrscheinlichkeit von lediglich 0,3 % (entspricht einer Sicherheit von 99,7 %). Dadurch ist die Messsicherheit im Vergleich zu klassischen TEOAE-Screenings, die auf einem festen Signal-Rausch-Verhältnis von 4 dB oder 6 dB basieren, deutlich höher.
QScreen - Impedanzprüfung
Der TEOAE-Quick-Modus ist als reiner Screening-Test konzipiert und arbeitet mit einem signalstatistischen Abbruchkriterium. Dieses Abbruchkriterium basiert auf einem festen signalstatistischen Schwellenwert mit einer Irrtumswahrscheinlichkeit von lediglich 0,3 % (entspricht einer Sicherheit von 99,7 %). Dadurch ist die Messsicherheit im Vergleich zu klassischen TEOAE-Screenings, die auf einem festen Signal-Rausch-Verhältnis von 4 dB oder 6 dB basieren, deutlich höher.
QScreen - AABR Messung (monaural)
Im TEOAE-Diagnostik-Modus können in den Einstellungen verschiedene mess- und auswertungsrelevante Parameter individuell angepasst werden, um die Untersuchung optimal an die jeweilige Fragestellung anzupassen.
Grundsätzlich gelten TEOAEs im Vergleich zu DPOAEs als weniger frequenzspezifisch, da sie durch breitbandige Reize ausgelöst werden. Dennoch lassen sich TEOAEs aufgrund der unterschiedlichen Signallaufzeiten (zeitliche Fensterung) einzelnen Frequenzbändern zuordnen. Dadurch ist eine frequenzabhängige Analyse der Emissionsantwort möglich, die eine differenziertere Beurteilung der cochleären Funktion erlaubt.
QScreen - AABR Messung (binaural)
Im TEOAE-Diagnostikmodus wird der Signal-Rausch-Abstand (Signal-Noise-Ratio, SNR) der einzelnen Frequenzbänder separat ausgewertet. Der SNR stellt dabei ein zentrales Qualitäts- und Entscheidungskriterium dar, da er angibt, wie deutlich das otoakustische Emissionssignal gegenüber dem Hintergrundrauschen hervortritt.
Ein ausreichend hoher SNR ermöglicht eine zuverlässige Beurteilung der cochleären Funktion in den jeweiligen Frequenzbereichen, während niedrige SNR-Werte auf Störeinflüsse, eine unzureichende Messbedingung oder eine eingeschränkte äußere Haarzellfunktion hinweisen können.
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QLink (UNHS) Software
QLink ist eine Software zur Geräteanbindung und Datenintegration im Neugeborenen-Hörscreening
QLink ist eine PC-basierte Softwarelösung zur Kommunikation und Datenanbindung des QScreen-Neugeborenen-Hörscreeners an übergeordnete Klinik- und Screening-Systeme. Der Schwerpunkt liegt auf der standardisierten Übertragung, Zuordnung und Weiterverarbeitung von Mess- und Patientendaten. Die Software bildet den vollständigen Workflow des Neugeborenen-Hörscreenings ab und ermöglicht eine konsistente Datenführung ohne manuelle Doppelerfassung.
Im Fokus steht der zuverlässige und nachvollziehbare Datenaustausch zwischen QScreen, PC und angebundenen Systemen. Die Datenübertragung kann lokal oder – je nach Konfiguration – über Funkmodem oder Cloudlösung an Screeningzentralen erfolgen.
QLink ist für den routinemäßigen Einsatz auf Neugeborenenstationen und in der Neonatologie ausgelegt. Die Software unterstützt standardisierte Prozesse, reduziert Schnittstellen- und Übertragungsfehler und trägt zu einer strukturierten, nachvollziehbaren und datenschutzkonformen Verarbeitung audiologischer Screeningdaten bei.
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QScreen DPOAE Erweiterungsmodul
TEOAE-Quick und TEOAE-Diagnostik ermöglichen sowohl sicheres Neugeborenen-Hörscreening als auch fundierte diagnostische Beurteilungen
Distorsionsprodukte otoakustischer Emissionen (DPOAE) sind ein etabliertes objektives Verfahren zur Beurteilung der Funktion der äußeren Haarzellen im Innenohr. Sie ermöglichen eine frequenzspezifische Analyse der cochleären Funktion und erlauben eine zuverlässige Abschätzung der Hörschwelle bei Hörverlusten von bis zu etwa 50 dB HL. DPOAE stellen damit eine wichtige Ergänzung zu subjektiven audiologischen Testverfahren dar, insbesondere bei Patienten mit eingeschränkter oder fehlender Mitarbeit.
Im Vergleich zu transient evozierten otoakustischen Emissionen (TEOAE) lassen sich DPOAE über einen breiteren und insbesondere höherfrequenten Frequenzbereich messen. Dadurch eignen sie sich besonders zur differenzierten Beurteilung hochfrequenter Cochleafunktionen.
Das QScreen DPOAE-Erweiterungsmodul ermöglicht Messungen bei den Frequenzen 1,0; 1,5; 2,0; 3,0; 4,0; 5,0 und 6,0 kHz.
Als Einzelkriterium stehen Signal-Rausch-Abstände von 6, 9 oder 12 dB zur Verfügung.
Das Gesamt-PASS/REFER-Kriterium kann abhängig von der gewählten Anzahl der Messfrequenzen individuell definiert werden.
DPOAE eignen sich insbesondere zur Verlaufskontrolle, zur objektiven Funktionsdiagnostik der Cochlea sowie als ergänzendes Verfahren in der pädaudiologischen und audiologischen Diagnostik.