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Tinnitus Matcher - Erweiterungsmodul

Der PATH Tinnitus Matcher ermöglicht leitlinienkonforme Tinnitusdiagnostik mit Matching, Maskierung und Resthemmung als Grundlage für Therapie und Verlaufskontrolle
Der PATH Tinnitus Matcher ermöglicht eine strukturierte und leitlinienkonforme Tinnitusdiagnostik, die über die Standardaudiometrie hinausgeht. Ziel ist es, den subjektiv wahrgenommenen Tinnitus präzise zu beschreiben, funktionell einzuordnen und therapeutisch nutzbar zu machen.
Tinnitusmatching
Mit hochauflösenden Frequenz- und Pegelschritten werden Tonhöhe, Lautheit und Art des Tinnitus (tonal oder rauschförmig) individuell bestimmt. Ergänzende Verfahren wie der Oktavverwirrungstest erhöhen die diagnostische Sicherheit. Die Ergebnisse bilden eine wichtige Grundlage für Beratung, Therapieplanung und Verlaufskontrollen.
Verdeckung / Maskierung (MML)
Der PATH Tinnitus Matcher erlaubt die Bestimmung des minimalen Maskierungspegels (MML). Dieser zeigt, wie leicht sich der Tinnitus durch Schall überdecken lässt, und liefert wertvolle prognostische Hinweise für schallbasierte Therapien wie Hörgeräte, Noiser oder TRT.

Resthemmung (Residual Inhibition)
Zusätzlich kann die Resthemmung gemessen werden – also die vorübergehende Reduktion oder das Verschwinden des Tinnitus nach einer akustischen Stimulation. Eine vorhandene Resthemmung gilt als positiver Hinweis auf die Beeinflussbarkeit des Tinnitus und unterstützt die Therapieentscheidung.

Ihr Nutzen:
  • Präzise Charakterisierung des Tinnitus
  • Leitlinienorientierte Diagnostik nach etablierten audiologischen Standards
  • Fundierte Grundlage für Therapie, Beratung und Verlaufskontrolle
  • Der PATH Tinnitus Matcher macht den subjektiven Tinnitus messbar, vergleichbar und klinisch nutzbar

    Tinnitus Matcher - Tutorial

    Tinnitus Matching (monaural)
    Senti & Sentiero Tinnitus Matcher

    Das Tinnitus-Matching beginnt in der Regel bei 1000 Hz; der Patient beurteilt, ob sein Tinnitus höher oder tiefer als der präsentierte Stimulus liegt.


    Ziel ist die grobe Annäherung an die Tinnitusfrequenz mit einer Genauigkeit von etwa einer halben Oktave.


    Anschließend kann der Tinnituspegel in 1-dB-Schritten und die Tinnitusfrequenz in 0.1-Hz bestimmt werden. Der Startpegel wird abhängig vom Hörverlust gewählt.

    Tinnitus Matching - Startpegel
    Senti & Sentiero Tinnitus Matcher

    Bei der anfänglichen Lautheitsanpassung wird das Signal mit 10-20 dB SL präsentiert, wenn eine normale Hörschwelle vorhanden ist.


    Wenn ein Hörverlust vorliegt wird eine Anfangslautstärke von 5-10 dB SL empfohlen.

    Tinnitus Matcher - Signalarten
    Senti & Sentiero Tinnitus Matcher

    Für den Tinnitus-Matcher stehen als Signalarten zur Verfügung:

    • Rauschen
    • Reinton
    • Wobbelton
    • Pulston
    Tinnitus Matching (monaural)
    Senti & Sentiero Tinnitus Matcher

    Es können mehrere Messpunkte in dem Audiogramm markiert werden.


    Über den Stopp-Button kann die Messung abgebrochen und gespeichert werden.


    Über den Start/Pause-Button kann der Stimulus dauerhaft präsentiert bzw. die Stimulus Präsentation wieder beendet werden.


    Über das Ohr Symbol kann die Steurung für das linke oder rechte Ohr aktiviert werden.

    Residual - Inhibition
    Senti & Sentiero Tinnitus Matcher

    Neben dem MML wird die Resthemmung (Residual Inhibition, RI) erfasst, also die vorübergehende Reduktion oder das Ausbleiben des Tinnitus nach akustischer Stimulation.


    Dazu wird ein Maskierungsreiz für 60 Sekunden mit MML + 10 dB HL dargeboten, wobei Ton- oder Rauschstimuli eingesetzt werden können.


    Gemessen wird die Zeit bis zur Rückkehr der ursprünglichen Tinnituswahrnehmung; unterschieden wird zwischen vollständiger und partieller Resthemmung.

    Tinnitus Matcher (binaural)
    Senti & Sentiero Tinnitus Matcher

    Das Tinnitus Matching kann im Bedarfsfall auch auf beiden Ohren durchgeführt werden.


    Dabein können die Einstellungen von einem Ohr auf die andere Seite kopiert werden.

    Tinnitus Matcher - Oktavverwirrungstest
    Senti & Sentiero Tinnitus Matcher

    Beim Oktavverwirrungstest ist das Ziel, die Oktave des Tinnitus des Patienten zu bestätigen.


    Patienten mit Tinnitus verwechseln manchmal die Tonhöhe ihres Tinnitus mit einem Ton, der eine Oktave über oder unter ihrem Tinnitus liegt.


    Der Test wird durchgeführt, indem Töne eine Oktave über und eine unter der subjektiven Tinnitusfrequenz angeboten werden.